Altes Blut macht Krebs aggressiver


Doppelt belastet: Ältere Menschen erkranken nicht nur häufiger an Krebs, ihre Tumore sind auch oft aggressiver. Die Ursache dafür liegt im „alten“ Blut, wie nun eine Studie enthüllt. Denn es enthält ein Stoffwechsel-Produkt, das Krebszellen dazu anregt, Metastasen zu bilden. Zudem macht diese Methylmalonsäure die Tumore resistent gegen gängige Chemotherapien, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten. Dieses Wissen könnte nun zu neuen Therapien führen.

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Ein Abbauprodukt im Blut älterer Menschen macht Krebszellen aggressiver und fördert die Metastasenbildung. © Peterschreiber media/ iStock

Das Krebsrisiko wächst mit dem Alter – so viel scheint klar. Denn im Laufe des Lebens akkumulieren sich krebserregende Umwelteinflüsse, gleichzeitig schafft es die zelleigene DNA-Reparatur nicht mehr, alle Mutationen und Genschäden zu beseitigen. Als Folge kommt es häufiger zur Entartung von Zellen und damit zu Krebs. Hinzu kommt jedoch, dass Tumore bei älteren Menschen auch häufiger aggressiv wachsen und Metastasen bilden. Warum, blieb bislang jedoch unklar.

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