Lukaschenko warnt Kirchen vor Parteinahme für Demokratiebewegung


Nach der kirchlichen Unterstützung für die Demokratiebewegung in Belarus hat Präsident Alexander Lukaschenko mit Sanktionen gedroht. Der Staat werde den Aktivitäten der Konfessionen „nicht mit Gleichgültigkeit“ gegenüberstehen.

katholisch.de

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die kirchliche Unterstützung für die Demokratiebewegung in dem Land kritisiert und Sanktionen angedroht. „Mich erstaunt der Standpunkt unserer Konfessionen“, sagte er am Samstag bei einer Rede in Grodno laut Präsidenten-Webseite. Geistliche sollten nicht für Oppositionelle das Wort ergreifen. Der Staat werde dem „nicht mit Gleichgültigkeit“ gegenüberstehen, so Lukaschenko. Die Betreffenden sollten sich schämen. Politik sei in Kirchen fehl am Platz. In ihnen sollten die Menschen beten, so wie es immer gewesen sei.

Glaubensgemeinschaften rufen zu Gewaltverzicht und nationalem Dialog auf

Besonders die katholische Kirche hatte sich zuletzt hinter die Menschen gestellt, die gegen eine Fälschung der Präsidentenwahl zugunsten von Lukaschenko und gegen Polizeigewalt demonstrierten. Alle Glaubensgemeinschaften riefen zu Gewaltverzicht und einem nationalen Dialog auf. Die Mehrheit der 9,5 Millionen Belarussen sind orthodoxe Christen; etwa 15 Prozent sind katholisch.

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