Petition gegen Gin mit Götternamen: Wie Aldi Hindus verärgerte


Aldi Süd benennt einen Gin nach der hinduistischen Göttin der Gelehrsamkeit. Die Religionsgemeinschaft der Hindus in Deutschlands ist empört.

Christina Focken | taz

Die Göttin Saraswati wird besonders von Schüler*innen und Studierenden verehrt Foto: dpa

Spätestens seit der Ikeaisierung des Abendlandes wissen wir, dass Produktnamen ungewöhnlich ausfallen können. Problematisch kann es werden, wenn Firmen auf kulturelle oder religiöse Begriffe zurückgreifen. Wie etwa der Discounter Aldi Süd, der seine „von der asiatischen Küche inspirierte Gin-Kreation“ Saraswati nach einer hinduistischen Göttin benannte. Für unter 10 Euro gibt es eine halben Liter Spirituose mit Angelika- und Korianderaromen, ein bisschen Exotismus inklusive.

Im Hinduismus ist Saraswati die Göttin der Weisheit, des Wissens, der Kunst und Musik. Dies wird durch Objekte symbolisiert, die sie in ihren vier Händen hält: Die Veden, heilige Schriften der Hindus, stehen für universelles Wissen; die Gebetskette (Mala oder Japmala) symbolisiert Spiritualität. Außerdem hält sie eine Wasserschale (Kumandalu), welche für Reinigung und Kreativität steht, sowie ein Zupfinstrument (Vina) als Symbol für Kunst und Musik.

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