Wie der Vatikan der Möwenplage auf dem Petersplatz Herr werden will


Seit wegen der Corona-Pandemie in Rom die Pilger und Touristen ausbleiben, erobern Vögel das Areal rund um den Petersdom. Moderne Technik soll ihnen schonend Einhalt gebieten. Ein Experte hält jedoch weit drastischere Schritte für nötig.

Burkhard Jürgens | katholisch.de

Nächtliche Bummelanten am Vatikan werden Zeugen einer eigentümlichen Lasershow. Wenn Finsternis über dem Petersdom liegt und der weite Platz längst für Besucher gesperrt ist, befingert ein grüner Strahl die Fassaden, wischt über die Stufen der Basilika, fährt bald hierhin, bald dorthin zwischen den rauschenden Brunnen. Es geht gegen die Möwen. Deren Zahl wird zum Problem.

Einen Anteil an ihrem Anstieg hat die Corona-Krise. Seit im März die Pilger ausblieben, kehrte die Natur zurück. Auf dem Petersplatz spross zartes Grün, pickten Tauben, zankten Krähen. Als Papst Franziskus vor Ostern von den Stufen des Petersdoms herab vor einem menschenleeren Platz ein Ende der Pandemie erflehte, predigte er wie sein Namensgeber aus Assisi buchstäblich den Vögeln.

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