Wieso die ständige Jagd nach Glück krank macht


Eine beliebte Disziplin der Esoterik ist das positive Denken. Alle erleben diese Methode bei alltäglichen Gesprächen – «Du musst nur positiv denken, dann kommt alles gut!» –, doch die wenigsten kennen den esoterischen Ursprung dieser vermeintlich unverfänglichen Redewendung.

Hugo Stamm | watson.ch/Sektenblog

Die Kurzdefinition des positiven Denkens: Schubse alles aus deinem Leben, was sich negativ anfühlt. Denn was du nicht wahrnimmst, das existiert nicht. Basta.

Joseph Murphy, der Urvater des positiven Denkens, brachte das Denkkonzept so auf den Punkt: Etwas existiert nur dann, wenn wir eine Idee davon haben und sie im Bewusstsein verankern. Das verleitet manche Esoteriker zur Behauptung, den Tod gebe es nur, weil wir an ihn denken. Was bedeutet: Verbanne das Ende allen Seins aus deinem Bewusstsein und du lebst ewig.

Computer, Häuser, Maschinen waren einst lediglich Ideen, die sich materialisiert haben.

Murphys Idee, die letztlich ein ganzes Heilskonzept umfasst, beruht auf dem Visualisieren. Alles, was wir mantramässig imaginieren, verwirklicht sich in der materiellen Welt, behauptet Murphy.

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