Austria: Ein Hund namens „Adolf“- rechtsextreme Umtriebe bei Polizei aufgedeckt


Eine Polizeiinspektion in Graz wurde zum Gegenstand umfassender Ermittlungen. Die Dienststelle war nur 200 Meter von jener Synagoge entfernt, die diese Woche mehrmals beschädigt wurde

Fabian Schmidt | DERSTANDARD

Rechtsextreme Nachrichten und andere Grauslichkeiten, die in einer Grazer Polizeiinspektion verbreitet worden sein sollen, wurden zum Gegenstand umfassender Ermittlungen. Foto: APA/LUKAS HUTER

So sei es nun einmal bei der Polizei, erklärte der Anwalt einer angeklagten Gruppeninspektorin vor Gericht: Man schicke einander „Katzen- und Babyfotos, aber auch grausliche Dinge“. Um die „grauslichen Dinge“ geht es bei diesem Prozess, dessen erster Verhandlungstag Anfang Juli in Graz stattgefunden hat. Polizist S. – derzeit suspendiert – und Polizistin R. – nicht suspendiert – waren nach dem Verbotsgesetz angeklagt worden. Auf deren Smartphones fanden die Ermittler Ungeheuerliches.

Besonders brisant: Ausgerechnet die betreffende Polizeiinspektion ist normalerweise für den Objektschutz jener Synagoge verantwortlich, die in der vergangenen Woche Opfer mehrerer Anschläge war. Der mutmaßliche Täter wird zudem verdächtigt, Elie Rosen, den Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz, am Samstagabend mit einem Holzprügel attackiert zu haben.

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