Gefährder aus NRW: Deutscher Islamist saß in Iran im Gefängnis


Im Frühjahr kamen nach einer Massenbegnadigung der iranischen Regierung tausende Häftlinge aus Gefängnissen frei. Darunter war auch ein Islamist aus NRW, der nun wieder in Deutschland ist.

Florian Flade | tagesschau.de

Ein Schild an einem Geschäft in Teheran weist die Kunden an, es nicht ohne Mundschutz zu betreten. | Bildquelle: ABEDIN TAHERKENAREH/EPA-EFE/Shut

Es sollte als ein Akt der Gnade verstanden werden: Im März kündigte Irans Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei eine Amnestie für 10.000 Gefängnisinsassen an – auch für Häftlinge, die wegen politischer Taten einsaßen. Offizieller Anlass der Massenbegnadigung war das iranische Neujahrsfest. Die Maßnahme war jedoch wohl auch der Corona-Pandemie und den überfüllten Gefängnissen geschuldet. Man beabsichtige „die Zahl der Häftlinge angesichts der angespannten Situation im Land zu reduzieren“, teilte ein Sprecher der iranischen Justizbehörden mit.

Vom Amnestieprogramm des iranischen Regimes profitierte nach WDR-Recherchen auch ein deutscher Islamist. Der 23-jährige Mohammed D. aus Nordrhein-Westfalen kam aufgrund der Begnadigungswelle im Frühjahr aus iranischer Haft frei und kehrte in die Bundesrepublik zurück.

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