Rassismus bei der Berliner Polizei: Die Polizei weiß von wenig

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Beschwerden wegen Rassismus durch BeamtInnen wird bei der Polizei nur unzureichend nachgegangen, zeigt eine Anfrage der Grünen.

Susanne Memarnia | taz

Wie verbreitet ist Racial Profiling bei der Polizei? Wie oft, wann und wo verhalten sich PolizistInnen diskriminierend oder offen rassistisch gegenüber Angehörigen von Minderheiten – und welche Folgen hat das? Zu diesen in den letzten Monaten immer wieder heiß diskutierten Fragen weiß die Polizei herzlich wenig zu sagen. Erstens, weil nur wenige Menschen den offiziellen Beschwerdeweg gehen, sprich: sich an das zentrale Beschwerdemanagement der Polizei wenden. Zweitens verfolgt die Polizei bei den wenigen vorhandenen Beschwerden nicht, was daraus wird.

Diese Erkenntnis ergibt sich aus den Antworten der Innenverwaltung auf eine schriftliche Anfrage des Grünen-Abgeordneten Sebastian Walter, die der taz exklusiv vorliegen. Walter sagt dazu: „Die Erkenntnisse der Berliner Polizei über Vorfälle von Diskriminierung, Rassismus und Racial Profiling durch Dienstkräfte kann nur als äußerst dünn bezeichnet werden.“

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