Anschlag am Breitscheidplatz: Hilfe aus einem Clan?


Ein V-Mann des Verfassungsschutzes in Mecklenburg-Vorpommern behauptet, Anis Amri habe nach seinem Anschlag in Berlin Hilfe aus einer arabische Großfamilie bekommen. Das BKA ermittelt.

Florian Flade | tagesschau.de

Ein Polizist steht vor dem abgesperrten Breitscheidplatz. | Bildquelle: dpa

Eigentlich sollte der Fall längst abgeschlossen sein. Doch noch immer ermittelt das Bundeskriminalamt (BKA) auf Hochtouren, zuletzt wurde sogar noch einmal mehr Personal herangezogen. Es geht um den Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016 – und um neue Hinweise, die durch einen Whistleblower aus Norddeutschland zu den Ermittlern gelangten.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern hatte sich im Oktober vergangenen Jahres beim Generalbundesanwalt gemeldet, wie der WDR im Mai erstmals berichtete. Er habe Hinweise, die für die Aufklärung des Anschlags nützlich sein könnten, so der Beamte. Anfang 2017 habe ein V-Mann brisante Angaben zum Attentäter Anis Amri und möglichen Helfern in Berlin gemacht – diese Informationen seien damals nicht an die Strafverfolger weitergeleitet worden. Sein Vorgesetzter habe dies untersagt, behauptete der Ex-Verfassungsschützer.

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