Bandscheiben sind keine Erfindung der Säugetiere

Bild von Eric Labayle auf Pixabay

Überraschend anders: Entgegen gängiger Lehrmeinung sind Bandscheiben keine Erfindung der Säugetiere, wie nun Fossil-Analysen enthüllen. Stattdessen gab es diese faserigen „Stoßdämpfer“ der Wirbelsäule schon bei Raubdinosauriern wie dem Tyrannosaurus, bei Meeressauriern und weiteren urzeitlichen Reptilien. Die anatomischen Vergleiche legen sogar nahe, dass Bandscheiben sogar ein ursprüngliches Merkmal sind, das dann im Laufe der Evolution mehrfach umgebildet oder reduziert wurde.

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Viele Dinosaurier, wie hier der Tyrannosaurus, besaßen bereits echte Bandscheiben – die Knorpelpuffer sind demnach keine „Erfindung“ der Säugetiere. © Zissoudisctrucker /CC-by-sa 4.0

Unsere Bandscheiben bestehen aus einem knorpeligen Faserring mit einem Gallertkern. Erst diese elastischen Puffer zwischen den Wirbelknochen machen unsere Wirbelsäule beweglich und dienen gleichzeitig als Stoßdämpfer. Lange galt diese Konstruktion als Alleinstellungsmerkmal der Säugetiere. Allerdings ist sie nicht perfekt: Wir Menschen erkaufen uns die Beweglichkeit der Wirbelsäule mit einer Neigung zu Bandscheibenvorfällen.

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