Israel will Einwanderung von bestimmten Konvertiten beschränken: Streit um „echtes Judentum“


Einwanderung nach Israel ist das Recht eines jeden Juden. Geht es nach dem Innenministerium, könnte jedoch die Definition von „Jude“ künftig strenger ausfallen. Konvertiten aus bestimmten Strömungen hätten es dann schwer.

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Die Sammlung von Juden aus aller Welt in ihrer „Heimstatt“ ist eine der zentralen Missionen Israels. Wer aber Jude sei und wem das Recht zukomme, als solcher nach Israel einzuwandern, darüber streitet das Land seit langem. Geht es nach dem israelischen Innenministerium, könnten die Auswahlkriterien bald strenger werden. Das letzte Wort hat Israels Oberstes Gericht.

Vor fünf Jahren wandten sich zwei Peruaner mit einer Petition an jenes Gericht. Sie waren in einer sogenannten „aufstrebenden“ jüdischen Gemeinschaft zum Judentum übergetreten und wollten nach Israel einwandern. Das Innenministerium verweigerte ihnen jedoch den Einwandererstatus und verwies sie des Landes.

Als „aufstrebende“ Gemeinde wird eine Vielzahl jüdischer Gruppen bezeichnet, darunter solche, die sich als Nachkommen der sogenannten „verlorenen Stämme Israels“ bezeichnen. Zu ihnen zählen auch Nachfahren spanischer und portugiesischer Juden, die während der Inquisition zum Übertritt zum Christentum gezwungen wurden, aber auch neu entstandene Gemeinden in Lateinamerika. Die Zahl der Gläubigen in diesen Gruppen wird auf mehrere Millionen geschätzt. Der Status von Konvertiten aus diesen Gruppen galt bisher als ungeklärt.

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