So will die extreme Rechte den Corona-Protest unterwandern


Berlins Innensenator sieht eine Instrumentalisierung der Corona-Demonstration durch Rechtsradikale. Fast die komplette Szene mobilisiert für das Wochenende.

Julius Betschka | DER TAGESSPIEGEL

Götz Kubitschek, Verleger, Publizist und politischer Aktivist der Neuen Rechten, spricht auf einer Protestveranstaltung gegen…Foto: Patrick Pleul/dpa

Berlin steht ein unruhiges Wochenende bevor. Am Sonnabend wollen wieder Tausende Gegner der Corona-Maßnahmen durch Berlin marschieren. Die Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ mobilisiert in ganz Deutschland für den Protest, Reisebusse werden gechartert. Sicherheitskreise erwarten nach Tagesspiegel-Informationen „das komplette Spektrum“ der Neuen Rechten in Berlin.

Berlins Innensenator Andreas Geisel sagte dem Tagesspiegel: „Wir beobachten die Mobilisierung im rechtsextremistischen Spektrum sehr genau.“ Das Ziel sei gefährlich: „Hier werden die Corona-Proteste bewusst unterwandert, um rechtsextremes Gedankengut anschlussfähig zu machen.“

Das rechtsradikale „Compact“-Magazin zitiert einen der Initiatoren des Protests mit der Aussage, es werde „die größte Demonstration in der Geschichte“. Die Veranstalter gingen von angeblich „zehn Millionen Teilnehmern aus“.

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