Corona zum Zweiten

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Offenbar haben sich bereits mehrere Menschen erneut mit Sars-CoV-2 infiziert. Doch was bedeutet das für die Pandemie-Bekämpfung?

Christina Kunkel | Süddeutsche Zeitung

Neue Studien deuten darauf hin, dass auch ein Corona-Impfstoff keinen lebenslangen Schutz bieten könnte. (Foto: Christian Ohde/imago images)

Bislang ging man davon aus: Wer einmal mit dem Coronavirus infiziert war, der muss sich zumindest eine Zeit lang keine Sorgen um eine erneute Ansteckung mit dem Erreger machen. Doch jetzt bringen Meldungen aus Hongkong, Belgien und den Niederlanden diese vermeintliche Gewissheit ins Wanken. Forscher der Uniklinik in Hongkong haben demnach zum ersten Mal einen Fall dokumentiert, bei dem sich ein Patient ein zweites Mal mit dem Coronavirus angesteckt hat. Zudem gibt es auch aus Belgien und den Niederlanden Berichte über sogenannte Reinfektionen.

Die Uniklinik der University of Hong Kong schrieb am Montag in einer Pressemitteilung, dass Mikrobiologen der Hochschule bei einem 33-Jährigen mehrere Monate nach der ersten Erkrankung mit Sars-CoV-2 eine erneue Infektion bestätigt hätten. Die Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass „Immunität nach einer natürlichen Infektion von kurzer Dauer sein kann“. Die Uniklinik verwies auf einen Bericht des öffentlichen Hongkonger Senders RTHK über die neuen Forschungsergebnisse. Ein vollständiges Manuskript der Studie, die im Fachjournal Clinical Infectious Diseases veröffentlicht werden soll, ist bislang nicht öffentlich einsehbar. Auf Twitter sind lediglich einige Ausschnitte der ausführlichen Untersuchung zu finden.

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