Sternenstaub vom Meeresgrund


Boten einer stellaren Explosion: Forscher haben in der Tiefsee Spuren von radioaktivem Eisen-60 nachgewiesen – dem Isotop, das als Anzeiger naher Supernovae gilt. Das bestätigt erneut, dass es innerhalb der letzten Millionen Jahre eine oder mehrere Sternexplosionen in Erdnähe gegeben haben muss. Allerdings stellt die geringe Zahl der Eisen-60-Atome die gängige Annahme in Frage, nach der die Erde gerade durch die staubigen Reste einer solchen Supernova hindurchzieht.

scinexx

Die Sonne fliegt zurzeit durch eine interstellare Staubwolke. Ob diese einst durch eine Supernova entstand, könnte radioaktives Eisen-60 verraten. © NASA/Goddard/ Adler/ U. Chicago/ Wesleyan

Sternexplosionen sind wichtige Triebkräfte der kosmischen Entwicklung. Denn erst durch sie wurde ein Großteil der Elemente im Kosmos freigesetzt. Zudem könnte eine Supernova sogar bei der Entstehung unseres Sonnensystems mitgeholfen haben. Andererseits jedoch kann eine solche Sternexplosion zerstörerische Kräfte entfalten: Einige Forscher vermuten, dass ein großes Massenaussterben vor 360 Millionen Jahren und ein weiteres vor 2,6 Millionen Jahren durch eine solche kosmische Katastrophe verursacht wurden.

weiterlesen