Auch Fliegen sehen die Bewegungsillusion


Eigentlich steht alles still und dennoch sehen wir Bewegungen: Diese Täuschung wird auch bei der Taufliege durch optische Effekte hervorgerufen, haben Forscher festgestellt. An diesem Modell-Tier der Wissenschaft ließ sich auch untersuchen, welche neuronalen Mechanismen dem Wahrnehmungsphänomen zugrunde liegen könnten. Demnach scheinen bei der Fliege unausgewogene Reaktionen von Nerven des Sehsystems den Eindruck der Bewegung auszulösen. Vermutlich ist dies beim Menschen ähnlich, sagen die Wissenschaftler.

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Taufliegen würden in diesem Bild offenbar ebenfalls Bewegungen erkennen, die es gar nicht gibt. (Bild: Illusion credit to A. Kitaoka; illustrated by R. Tanaka)

Das Bild der Welt entsteht letztlich in unserem Gehirn: Die visuellen Rohdaten werden erfasst, ausgewertet und interpretiert – so erfassen wir Muster, Farben und auch Bewegungen in unserem Sichtfeld. Dabei lässt sich das Gehirn bekanntlich narren – wir nehmen etwas wahr, das nicht der Realität entspricht. Ein Paradebeispiel dafür ist die Bewegungsillusion, wie sie die Beispielabbildung vermittelt: Durch die sich wiederholenden Muster und Kontraste wird die Illusion von Drehbewegungen der abgebildeten Ringe hervorgerufen. Was dieser Täuschung neurologisch zugrunde liegt, ist bisher nicht völlig verstanden.

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