Bedford-Strohm sieht „Megatrend“ hinter Kirchenaustritten


Hinter den Kirchenaustrittszahlen sieht der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, einen „gesellschaftlichen Megatrend“. Die Austritte könne man als Kirche „gar nicht oder nur sehr bedingt beeinflussen“.

DOMRADIO.DE

Im Interview der „Herder Korrespondenz“ (September) sagt Bedford-Strohm, eine Kirchenmitgliedschaft sei früher mit sozialem Zwang verbunden gewesen, weil Menschen ihren Eltern oder Großeltern einen Austritt nicht zumuten wollten.

Heute sei es eher umgekehrt, und „gerade junge Leute müssen sich manchmal schon eher dafür rechtfertigen, dass sie in der Kirche sind“. Dass insgesamt 43 Millionen Menschen in Deutschland Mitglied einer der beiden großen Kirchen seien, nannte der EKD-Chef „etwas ganz Starkes“.

Aufmerksamer Beobachter des „Synodalen Wegs“

Mit Blick auf die katholische Kirche sagte Bedford-Strohm, er verfolge das Reformvorhaben Synodaler Weg „mit großer Sympathie“. Bedford-Strohm betonte: „Ich habe hohen Respekt und auch Bewunderung dafür, wie man in der katholischen Kirche aufbricht – und dass alle Beteiligten auch jenseits ihres kirchlichen Status gleichberechtigte Diskursteilnehmer sind.“

weiterlesen