Fall quick, fall hard, Falwell


Es überrascht kaum, dass der prominente US-Evangelikale Jerry Falwell Junior ein bunteres Sexleben führte als jenes, das er predigte. Viele jener evangelikalen Medienstars verfallen den Sünden, die sie verdammen. Der eigentliche Skandal liegt woanders.

Alan Posener | WELT

Jerry Falwell Junior (r.) und Donald Trump: Wenn Evangelikale einen Lügner und Rassisten ins Weiße Haus bringen Quelle: AFP; Getty Images, Montage: Infografik WELT

Seit Heinrich Heine wissen wir Bescheid über die Moralapostel, die das „alte Entsagungslied, das Eyapopeya vom Himmel“ singen: „Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, / Ich kenn’ auch die Herren Verfasser; / Ich weiß, sie tranken heimlich Wein / Und predigten öffentlich Wasser.“

Es überrascht also kaum, dass der prominente amerikanische Evangelikale Jerry Falwell Junior ein bunteres Sexualleben führte als jenes, das er predigte. Auffällig viele jener evangelikalen Medienstars, die gegen den Sittenverfall im Allgemeinen, den Ehebruch, die Prostitution und die Homosexualität im Besonderen wettern, verfallen den Sünden, die sie so wortreich – und gewinnbringend – verdammen.

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