Theologen warnen vor digitalen Filterblasen und hate speech in Kirche


Das Internet dürfe nicht zu einer „Projektionsfläche von Kirchenbildern werden, die mit Ausgrenzungen arbeiten“: Die Theologen Gregor Maria Hoff, Julia Knop und Thomas Söding warnen, dass Filterblasen entstehen und hate speech in die Kirche einzieht.

katholisch.de

Die Coronakrise hat nach Ansicht der Theologen Gregor Maria Hoff, Julia Knop und Thomas Söding zu einem Digitalisierungs-Schub in der katholischen Kirche geführt. Den dadurch entstandenen Chancen stünden allerdings auch Gefahren gegenüber, warnen sie in einem jetzt veröffentlichten Impulspapier. Das Internet dürfe nicht zu einer „Projektionsfläche von Kirchenbildern werden, die mit Ausgrenzungen arbeiten“. Es gelte, die Gefahr zu bannen, „dass Filterblasen entstehen und hate speech in die Kirche einzieht“.

Gleichzeitig fordern die Theologen, weiterhin abseits der virtuellen Welt Räume der Begegnung etwa für ökonomisch schwache, gesundheitlich angegriffene, einsame und alte Menschen offen zu halten. Die im Kampf gegen Corona bedingten Einschränkungen von Grundrechten wie der Religions- und Versammlungsfreiheit dürften nicht zum Dauerzustand werden. „Die öffentliche Präsenz der Kirche ist ihrem Auftrag geschuldet.“

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