„Alle Organismen auf der Welt sind miteinander verwandt“


Der Archäogenetiker Johannes Krause forscht an alten Knochen. Er hat viel über die Geschichte des Menschen herausgefunden. Er erklärt, wieso es keine menschliche Rasse gibt und warum alle unsere Vorfahren schwarz gewesen sind.

Moderator:  Sebastian Sonntag | Deutschlandfunk Nova

Johannes Krause ist Professor am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena. Er erklärt seine Arbeit folgendermaßen: „Wir extrahieren, im Prinzip aus alten Knochen genetisches Material. DNA-Sequenzen, um die Verwandtschaften dieser Menschen aus der Vergangenheit mit anderen Menschen aus der Vergangenheit und den Menschen heute zu rekonstruieren.“

„Wir nehmen alte Knochen, bohren Löcher in die Knochen, und in diesen alten Knochen steckt tatsächlich noch das Erbmaterial.“

Johannes Krause, Archäogenetiker

Die DNA-Analyse alter Knochen im Zusammenhang mit Informationen zu den archäologischen Fundorten der Überreste können Antworten auf viele Fragen liefern. Zum Beispiel: Wo kommen die Menschen her? Wie sind sie miteinander verwandt? Wie waren die Gruppen aufgebaut? Wer hat sich wie bewegt? Wer ist dort von A nach B migriert? Welche Populationen haben Europa besiedelt, Asien besiedelt, den Pazifik besiedelt? Und wo kommen die Gene her, die wir in uns tragen, also die Menschen, die heute auf der Erde leben?

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