Endstation Anthropozän?


Ein Zukunftsforscher analysiert, welche Gefahren das vom Menschen dominierte Zeitalter des »Anthropozäns« mit sich bringt.

Martin Schneider | Spektrum

Die Covid-Pandemie hält die Welt in Atem. Sie führt zu katastrophalen Verwerfungen im Gesundheitswesen, in der Wirtschaft sowie in Politik und Gesellschaft.

Unsere Gesellschaften sind ihm zufolge geprägt von einer nicht nachhaltigen Lebens-, Konsum- und Produktionsweise; von globaler Überbevölkerung, immer schneller aufeinander folgenden ökonomischen und ökologischen Krisen sowie von einer Politik, die Krisen nur reagierend und nicht vorausschauend zu bewältigen versucht. Schon kleinste Störungen können in diesem System schwer wiegende Folgen nach sich ziehen.

Ein neues Erdzeitalter?

Der Autor gliedert sein Buch in drei Teile. Zunächst vermittelt er Hintergrundwissen zum »Anthropozän«, der vorgeschlagenen Bezeichnung für ein erdgeschichtliches Zeitalter, in dem der Mensch zum dominierenden Faktor auf dem Planeten wird. Mittelstaedt spricht sich dafür aus, das Anthropozän als neue erdgeschichtliche Epoche auszurufen. Im zweiten Teil stellt er mögliche Wege vor, um den menschengemachten Klimawandel einzudämmen. Im dritten Teil fordert er eine »zweite Aufklärung«.

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