FC Bayern: Der Rassismus-Eklat geht vor Gericht


Wegen rassistischer Äußerungen trennten sich ein Jugendtrainer und der FC Bayern – angeblich einvernehmlich. Nun erhebt der Anwalt des Trainers schwere Vorwürfe und klagt gegen den Klub.

Sebastian Fischer | Süddeutsche Zeitung

Das Nachwuchleistungszentrum des FC Bayern. (Foto: imago)

Es war eine überraschende Wortwahl, mit der sich der FC Bayern zu einer unangenehmen Affäre äußerte, die den deutschen Rekordmeister beschäftigte, während er gerade in Lissabon die Champions League gewann. Einem Jugendtrainer im Nachwuchsleistungszentrum wurde nach einem Bericht des WDR-Magazins Sport Inside rassistisches Gedankengut und rassistischer Sprachgebrauch im Zusammenhang mit der Sichtung und Verpflichtung von Jugendspielern vorgeworfen. Und der Klub teilte just vor dem Halbfinale des Turniers in Lissabon mit, man habe das Arbeitsverhältnis mit dem Trainer „einvernehmlich“ aufgelöst. Eine scheinbar friedliche Einigung also nach Vorwürfen, die den wichtigsten deutschen Fußballklub erschütterten?

Nun, rund zweieinhalb Wochen später, wird deutlich, dass die Trennung zwischen dem langjährigen Trainer und dem Verein wohl mit Einvernehmen wenig zu tun hatte – und dass den FC Bayern die Aufarbeitung des Eklats in seinem Campus genannten Nachwuchszentrum auch vor Gericht beschäftigen wird.

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