«Sterben ist ein Teil des Lebens!»: Wie eine umstrittene Figur der Zürcher Politszene wegen Corona gegen den Bundesrat Stimmung macht


Am Samstag gehen die Gegner der Corona-Massnahmen in Zürich für ihre Freiheitsrechte auf die Strasse. Mit dabei ist auch der ehemalige Stadtzürcher SVP-Gemeinderat Daniel Regli.

Linda Koponen, Raffaela Angstmann | Neue Zürcher Zeitung

Ein beliebtes Sujet der Corona-Skeptiker ist die Schweizer Flagge. Simon Tanner / NZZ

Ausgerechnet auf dem Helvetiaplatz – im Herzen des linken Zürich – versammeln sich Gegner der Corona-Massnahmen am Samstag zu einer Kundgebung. Sie wollen für die Freiheit demonstrieren: «Freiheit statt Maskenpflicht, Freiheit statt Impfobligatorium, Freiheit statt Notrecht», wie einem Flyer zu entnehmen ist. Zur Demonstration eingeladen hat eine Reihe von mehr oder minder fragwürdigen Organisationen. Aktiv für den Anlass weibelt auch das vom ehemaligen SVP-Gemeinderat Daniel Regli mitgegründete Bürgerforum.

Regli ist in der Zürcher Politszene seit Jahren als umstrittene Figur bekannt. Mit abenteuerlichen Theorien macht er auf der Website buergerforum-schweiz.com Stimmung gegen das Bundesamt für Gesundheit, die WHO – und Bill Gates. Letztgenannter, schreibt Regli in einem Blog-Beitrag, wolle «die Welt mit einem Impfzwang beglücken». Am Samstag will Regli gegen die Corona-Politik des Bundesrates «auf die Barrikaden gehen». Der Bundesrat habe mit seinem Lockdown-Entscheid dem Schweizervolk einen riesigen sozialen und volkswirtschaftlichen Schaden zugefügt, heisst es in einem weiteren Beitrag. «Wenn am Ende feststeht, wie viele Milliarden Volksvermögen verschleudert wurden, wird auch der vom Bundesrat vielfach überhöhte finanzielle Wert eines alten Menschen deutlich werden.»

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