Anwalt Robert Kennedy Jr.: Vom Umweltanwalt zum Wirrkopf


Bei der Demo der Coronaskeptiker in Berlin wurde der Neffe von John F. Kennedy gefeiert. In den USA distanzieren sich selbst Verwandte von ihm.

Stefan Schaaf | taz

Redenschwinger: Robert Kennedy junior beim Protest gegen die Coronamaßnahmen an der Siegessäule Foto: Christoph Soeder/dpa

Es war sein Onkel, der 1963 als US-Präsident jenen legendären Satz vor dem Rathaus in Berlin-Schöneberg sagte: „Ich bin ein Berliner.“ Robert F. Kennedy Jr. aber postete jetzt auf Instagram die Phrase „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“. Damit demonstrierte der Sohn des 1968 im Wahlkampf ermordeten Senators und Justizministers Robert F. Kennedy – dem jüngeren Bruder von John F. Kennedy – zwar ebenfalls rudimentäre Deutschkenntnisse, aber sonst ist hier mit den Gemeinsamkeiten der Kennedys schon Schluss.

Robert F. Kennedy Jr. wurde am Samstag bei einer Rede an der Siegessäule in Berlin von Coronagegnern gefeiert, die sicher stolz waren, einen Kronzeugen mit großem Namen für ihre wirre Gedankenwelt präsentiert zu bekommen. Kennedy sagte dort unter anderem, der Microsoftgründer Bill Gates und der US-Seuchenexperte Anthony Fauci hätten „die Coronapandemie seit Jahrzehnten geplant“.

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