Angespannte Lage auf Lampedusa – Immer mehr Migranten: Bürgermeister droht mit Generalstreik


Der Streit über die Aufnahme von Bootsmigranten spitzt sich in Italien weiter zu. Nun droht der als eher gemäßigt geltende Bürgermeister der Insel Lampedusa mit einem Generalstreik.

DOMRADIO.DE

In Süditalien spannt sich die Lage um illegale Einwanderer wieder an. Während des Wochenendes landeten erneut Hunderte auf der Insel Lampedusa. Jetzt drohte Bürgermeister Salvatore Martello mit einem Generalstreik, sollte es nicht „sofortige Entscheidungen“ zur Entlastung geben. Die Zentralregierung in Rom kündigte an, drei weitere Schiffe als schwimmende Auffanglager und Quarantäne-Stationen zu schicken – zusätzlich zu den zwei schon gecharterten Fähren.

Erneut Hunderte Migranten auf der Insel Lampedusa angekommen

In der Nacht zu Sonntag brachte ein Kutter auf einen Schlag nach amtlichen Angaben rund 400 Migranten nach Lampedusa; italienische Medien sprachen von 450. Es war nicht die einzige Landung. Berichten zufolge sollen sich auf der Insel inzwischen mehr als 1.500 Migranten aufhalten, verteilt auf den offiziellen Hotspot, der nur für einen Bruchteil dieser Menge ausgelegt ist, und die „Casa della fratellanza“, eine Einrichtung der katholischen Pfarrei.

weiterlesen