Berndt will Kalbitz beerben: Sein Verein ist ein Fall für den Verfassungsschutz


Der Landtagsabgeordnete Hans-Christoph Berndt will Andreas Kalbitz nachfolgen und Fraktionschef der AfD in Brandenburg werden. Der von ihm gegründete Verein ist ein Fall für den Verfassungsschutz.

Markus Wehner | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Hans-Christoph Berndt Bild: ZB

Die AfD-Fraktion in Brandenburg könnte schon in der nächsten Woche einen neuen Fraktionsvorsitzenden wählen. Der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Christoph Berndt will sich für den Posten bewerben – Parteikreise bestätigten der F.A.Z. einen entsprechenden Bericht des RBB. Der 1956 geborene Laborarzt aus dem brandenburgischen Golßen kann sich Chancen ausrechnen, dass er als Nachfolger des zurückgetretenen Ex-Fraktionschefs Andreas Kalbitz gewählt wird. Berndt hatte bei einer Sitzung der AfD-Fraktion im Potsdamer Landtag den Rücktritt von Kalbitz gefordert, nachdem der parlamentarische Geschäftsführer Dennis Hohloch nach einem Schlag von Kalbitz in die Seite mit einem Milzriss ins Krankenhaus eingeliefert worden war.

Kalbitz, der nach dem Vorfall von einem „Missgeschick“ sprach, hatte den Fraktionsvorsitz danach niedergelegt. Kalbitz ist nach einer Entscheidung des AfD-Bundesvorstands, die vom Bundesschiedsgericht bestätigt wurde, nicht mehr Mitglied der AfD, weil er bei seinem Eintritt die frühere Mitgliedschaft in der neonazistischen „Heimattreuen Jugend Deutschland“ verschwiegen haben soll. Möglicherweise muss Berndt mit Gegenkandidaten, etwa Hohloch, rechnen.

weiterlesen