Macron verteidigt Recht auf Blasphemie in Frankreich


Vor dem Beginn des Prozesses in Paris zum Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ im Jänner 2015 hat der französische Präsident Emmanuel Macron das Recht auf Blasphemie in seinem Land verteidigt.

religion.ORF.at

Gemälde zum Gedenken an die getöteten Redakteure an der Fassade der „Charlie Hebdo“-Redaktion in Paris Reuters/Charles Platiau

Das Recht auf blasphemische Äußerungen und Darstellungen sei in Frankreich durch die Gewissensfreiheit abgedeckt, sagte Macron am Dienstag während eines Besuchs in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Seine Rolle als Präsident sei es, „diese Freiheiten zu schützen“, betonte Macron bei einer Pressekonferenz. Es sei nicht die Aufgabe des französischen Präsidenten, die redaktionellen Entscheidungen eines Journalisten oder einer Redaktion zu beurteilen.

Prozess am Mittwoch

In dem Prozess zu dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ müssen sich ab Mittwochvormittag (10.00 Uhr) elf Verdächtige vor einem Schwurgericht wegen „Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe“ verantworten. Drei weitere Männer sind in Abwesenheit angeklagt, sie werden mit internationalem Haftbefehl gesucht.

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