Asia Bibi: Von Todesurteil wegen Blasphemie freigesprochene Katholikin lobt in Interview mit Sender „Voice of America“ das Rechts- und Justizsystem Pakistans


Menschenrechtsaktivisten reagieren geschockt auf die Distanzierung von Asia Bibi von einer Biografie, die Ende September veröffentlicht werden soll. Sie wurde von der französischen Schriftstellerin Anne-Isabelle Tollet verfasst, die als einzige Journalistin die pakistanische Katholikin Bibi nach ihrem Freispruch vom Vorwurf der Blasphemie interviewen durfte.

Michael Lenz | kathpress.at

Dem Programm des Senders Voice of America (VOA) in der pakistanischen Sprache Urdu sagte Asia Bibi jetzt, sie sei an der Biografie nicht beteiligt gewesen, wie der asiatische Pressedienst Ucanews laut deutscher Katholischer Nachrichten-Agentur KNA (Mittwoch) berichtet.

„Ich weiß nicht, wann sie es geschrieben hat, wessen Geschichte es ist und wer sie für das Buch geleitet hat. Ich bin mit diesem Buch absolut nicht einverstanden, weil es nicht meine Autobiografie ist“, zitiert Ucanews aus dem Interview. In dem Gespräch mit VOA lobe Asia Bibi das Rechts- und Justizsystem Pakistans und rechtfertige damit indirekt auch das Blasphemiegesetz.

„Mein Land hat mich befreit“, zitiert Ucanews aus dem Interview; und weiter: „Wenn Leute Anschuldigungen erheben, muss der betreffenden Person die Gelegenheit zur Rechtfertigung gegeben werden. Das Gesetz ist absolut gut, aber Menschen missbrauchen es.“

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