Rätsel um Kollision der Giganten


Rekord und Rätsel zugleich: Astronomen haben ein ungewöhnliches und bislang einzigartiges Gravitationswellen-Ereignis detektiert. Denn sowohl die Ausgangsobjekte dieser Verschmelzung als auch das resultierende Schwarze Loch sind schwerer als alles zuvor beobachtete – und schwerer als gängige Modelle erlauben. Mit 142 Sonnenmassen könnte das bei der Kollision erzeugte Objekt zudem das erste eindeutig nachgewiesene intermediäre Schwarze Loch sein.

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Todestanz der Giganten: Die mittels Gravitationswellen detektierte Verschmelzung zweier ungewöhnlich schwerer Schwarzer Löcher stellt Astrophysiker vor ein Rätsel. ©LIGO-/ Virgo-Collaboration

Astronomen haben inzwischen schon Dutzende Verschmelzungen von Schwarzen Löchern über Gravitationswellen aufgespürt, darunter auch Kollisionen sehr ungleicher Partner wie verschieden schweren Schwarzen Löchern oder auch eines Schwarzen Lochs mit einem Neutronenstern. In den meisten Fällen aber lag die Masse der beteiligten Objekte in dem für stellare Schwarze Löcher üblichen. Diese durch Supernovae entstehenden Singularitäten können gängiger Lehrmeinung nach maximal 65 Sonnenmassen in sich vereinen.

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