Sternberg bemerkt bei Reformdebatten Nervosität in Rom: „Das sieht nicht jeder im Vatikan gerne“


Der Vatikan blickt nach Einschätzung von Thomas Sternberg sehr genau auf die Reformdebatten der Kirche in Deutschland. In einem Interview sprach der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken von einer spürbaren Nervosität.

DOMRADIO.DE

Thomas Sternberg ©Harald Oppitz (KNA)

Mit der schaue man in Rom derzeit auf die deutsche Ortskirche, so Sternberg gegenüber der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Seit der Würzburger Synode von 1971 bis 1975 sei Deutschland bekannt dafür, „manchmal unkonventionelle Wege zu beschreiten und Reformbedarf selbst aufzugreifen, statt nur auf Rom zu warten“, so Sternberg. „Das sieht nicht jeder im Vatikan gerne.“

Regionalkonferenzen auf Synodalem Weg

Der ZdK-Präsident äußerte sich vor der nächsten Etappe auf dem Synodalen Weg. Die von den deutschen Bischöfe und dem Katholikenkomitee angestoßene Initiative dauert nach derzeitigem Planungsstand bis Februar 2022 und will nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen sowie Möglichkeiten von Reformen im kirchlichen Leben ausloten.

Am Freitag finden dazu an fünf verschiedenen Orten Regionalkonferenzen statt. Mit „Störfeuer“ aus dem Vatikan sei beim Synodalen Weg auch weiterhin zu rechnen, „leider“, so Sternberg.

weiterlesen