Warum das Erzbistum Berlin Sicherheitskräfte einsetzt – Glaubensschwäche


Als Reaktion auf die Attacke gegen einen Priester in der Berliner St. Joseph-Kirche setzt das Erzbistum nun Sicherheitskräfte ein. Ist das nur der Beginn? Schützt die Erzdiözese künftig alle ihre Gotteshäuser? Der Pressesprecher hat die Antworten.

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DOMRADIO.DE: Am vergangenen Sonntag ist in der St. Joseph-Kirche in Berlin-Wedding während des Gottesdienstes ein Priester von einem unbekannten Täter niedergeschlagen worden. Wie geht es denn dem Priester und dessen Bruder, der bei diesem Vorfall auch verletzt worden ist?

Stefan Förner (Pressesprecher des Erzbistums Berlin): Körperlich geht es beiden wieder gut. Der Bruder hat sich mittlerweile auch auf Facebook noch einmal gemeldet und er hat sich bei allen bedankt. Wir haben ganz viele Genesungswünsche und gute Wünsche für den Priester und seinen Bruder dort bekommen. Es geht beiden körperlich und gesundheitlich wieder gut. Aber der Schreck steckt den beiden offenbar noch ziemlich in den Gliedern.

DOMRADIO.DE: Wenn man hört, ein Sicherheitsdienst soll installiert werden, um Gottesdienst zu feiern. Da stellt sich die Frage: Soll das jetzt für das gesamte Erzbistum Berlin gelten?

Förner: Nein, wir werden das jetzt machen als Reaktion auf diesen Vorfall und zunächst nur in der St.-Josephs-Kirche. Sicherheitskonzepte gibt es im Moment ja eigentlich durch diese Corona-Maßnahmen ohnehin schon. Es muss sich bereits jeder eintragen, wenn er in die Kirche kommt. Das geschieht aber nicht, damit man ihn danach sozusagen verhaften kann, sondern damit man reagieren kann, wenn ein Corona-Fall auftreten sollte. Wir gucken von daher genau auch jetzt schon darauf, wer in den Gottesdienst geht. Umso überraschender war es, als der Täter dann aus der Bank aufstand.

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