Gericht lässt Anklage wegen Volksverhetzung gegen Bremer Pastor zu


Ein weltliches Gericht wird nun darüber urteilen, wie der Bremer Pastor Olaf Latzel über Homosexuelle spricht. Einige Gegner bezeichnen ihn als „Hass-Prediger“. Für seine Anhänger ist er schlicht bibeltreu.

evangelisch.de

Der umstrittene evangelische Bremer Pastor Olaf Latzel muss sich wegen Volksverhetzung vor dem Amtsgericht Bremen verantworten. Das Gericht habe die Anklage der Staatsanwaltschaft Bremen gegen den 52-jährigen Theologen unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet, teilte das Gericht am Freitag mit. Der Termin zur Hauptverhandlung werde in Kürze mitgeteilt. (Az: 96 Ds 225 Js 26577/20)

Die Staatsanwaltschaft Bremen wirft dem streng konservativen Pastor vor, er habe sich in einem sogenannten Eheseminar in seiner Kirchengemeinde im Herbst 2019 über Gender und Homosexuelle in einer Weise geäußert, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt, hieß es. Außerdem habe er einen Audiomitschnitt des Seminars auf einer Internetplattform online gestellt, wo die Datei für jedermann verfügbar gewesen sein soll. Aufgrund der ihm bekannten hohen Anzahl seiner Follower müsse sich der Angeklagte über die Reichweite seiner Äußerungen bewusst gewesen sein.

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