Kirchenbindung schwindet – Immer mehr Atheisten: Ist Italien noch katholisch?


Italien, in dessen Herz das Zentrum der Weltkirche liegt, ist traditionell katholisch. Doch eine neue Studie zeigt: Die gesellschaftliche Säkularisierung schreitet voran. Kann Corona den Trend stoppen?

DOMRADIO.DE

Kaum ein Land ist traditionell so mit dem Katholizismus verbunden wie Italien. Es beherbergt die schönsten Kirchenbauten der Welt und eine Glaubenskultur, die bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus zurückreicht. Doch auch die Mittelmeernation mit dem Vatikan im Herzen ist vor fortschreitender gesellschaftlicher Säkularisierung nicht gefeit.

Der Turiner Religionssoziologe Franco Garelli hat diese Entwicklung in seinem kürzlich erschienenen Buch „Gente di poca fede“ („Volk mit
wenig Glauben“) dokumentiert. Die Ergebnisse der darin enthaltenen Studie sprechen eine deutliche Sprache: So hat sich die Zahl der Atheisten in Italien in den vergangenen 25 Jahren verdreifacht – auf mittlerweile 30 Prozent. Nur noch ein Fünftel der Bürger besucht regelmäßig die Messe.

weiterlesen