Charlie Hebdo: Proteste nach neuerlichem Erscheinen der Mohammed-Karikaturen


In mehreren islamischen Ländern hat es große Proteste gegen das französische Satireblatt „Charlie Hebdo“ gegeben.

Deutschlandfunk-Nachrichten

In Pakistan gingen tausende gegen die Karikaturen auf die Straße (AFP/Aamir QURESHI)

Anlass war die erneute Veröffentlichung der umstrittenen Mohammed-Karikaturen. In Pakistan gingen Tausende auf die Straße. Die Demonstrationen wurden von der islamistischen Partei Tehreek-e-Labbaik angeführt, die bereits in der Vergangenheit große und oft gewalttätige Proteste wegen angeblicher Blasphemie organisiert hat. Bilder des Propheten sind im Islam verboten. Eine Beleidigung der Religion kann unter den strengen pakistanischen Blasphemiegesetzen mit der Todesstrafe geahndet werden. Proteste gab es auch in der Türkei, in Ägypten und im Iran. Die Regierung in Teheran hatte die Karikaturen als „Provokation“ bezeichnet.

Sonderausgabe vergriffen

Das Satireblatt hatte die Karikaturen noch einmal gedruckt, nachdem am Mittwoch in Paris der Prozeß gegen Komplizen der Attentäter des Anschlags auf die Redaktion begonnen hatte. Bei den Angriffen hatten Islamisten im Januar 2015 insgesamt 12 Menschen getötet.

Nach Angaben der Redaktion wurden alle Exemplare der Sonderausgabe binnen kurzer Zeit ausverkauft. Die Zeitung hatte am Mittwoch 200.000 Exemplare an die Kioske verteilt, für Samstag wurden 200.000 Stück nachgedruckt.

weiterlesen