Einige Südwest-Kommunen verzichten auf Fördergeld für Internetausbau


Schnelles Internet ist noch immer nicht überall eine Selbstverständlichkeit. Der Bund will das fördern – doch manche Kommunen rufen Gelder gar nicht ab. Warum?

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(Bild: ThomBal / Shutterstock.com)

Trotz vorliegender Bewilligungen verzichten mindestens drei baden-württembergische Kommunen auf Bundesfördergelder in Höhe mehrerer Hunderttausend Euro für den Breitbandausbau. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. Die Stadt Mössingen im Kreis Tübingen verzichtete auf eine abgesegnete Förderung von rund 451.000 Euro. Auch den Gemeinden Wutöschingen (Kreis Waldshut/knapp 378.000 Euro) und Gomaringen (Kreis Tübingen/rund 195.000 Euro) hätten Gelder zugestanden. Bundesweit haben der Auflistung zufolge mehr als 90 Kommunen auf die Finanzzuwendungen aus Berlin verzichtet.

Die Gründe sind unterschiedlich. Die Gemeinde Wutöschingen teilte mit, man habe letztlich trotz der Förderung keinen Netzanbieter gefunden, der den Ausbau bestimmter Gemeindegebiete mit Glasfaserkabeln habe bewerkstelligen wollen. Zwar habe es im Vorverfahren einen Interessenten gegeben, dieser habe aber einen Rückzieher gemacht. Daher habe man die Gelder zurückgeben müssen.

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