Sind Krabben „dumm“?


Wir kennen sie vom Urlaub am Meer: Strandkrabben sind einfache Krebstiere, die einfach nur drauflos rennen, könnte man meinen. Doch sind diese Krebstiere tatsächlich so simpel? Auch sie haben beachtliche kognitiven Fähigkeiten, geht aus einer experimentellen Studie hervor: Krabben wissen, wo’s langgeht. Sie können sich den optimalen Weg durch ein Labyrinth einprägen. Sie verfügen demnach über komplexe Lernfähigkeiten und ein räumliches Gedächtnis, sagen die Wissenschaftler.

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Ein häufiges Tier an den Küsten Europas: die Strandkrabbe. (Bild: Ed Pope)

Wir lernen und anschließend können wir unser Wissen nutzen – das Grundprinzip dieses Konzepts ist im Tierreich weit verbreitet: Sogar ein Wurm kann lernen, auf Reize mit einem bestimmten Verhalten zu reagieren. Komplexere Formen wie das räumliche Lernen wurden bisher hingegen vor allem bei Wirbeltieren nachgewiesen – doch nicht nur: Studien der letzten Jahre haben immer mehr aufgedeckt, zu welch erstaunlichen kognitiven Leistungen auch einige Insekten fähig sind. Was die Fähigkeiten der aquatischen Gliedertiere betrifft, ist hingegen bisher nur wenig bekannt. Ein Vergleich der Gehirnstrukturen lässt vermuten, dass Krebstiere weniger „draufhaben“ als Insekten: Sie besitzen deutlich weniger Nervenzellen. Doch Studien haben gezeigt: Es gibt nicht immer eine direkte Beziehung zwischen der Gehirngröße und der Komplexität des Verhaltens. Bei Nervenstrukturen kann auch gelten: Klasse statt Masse.

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