Rechtsextremismus: Polizeimitarbeiter stärker in „Gruppe S.“ involviert

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Gut sechs Wochen nach der Festnahme eines Polizeimitarbeiters in Hamm werden weitere Vorwürfe gegen den Mann laut.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Wie der Rechercheverbund von WDR und Süddeutscher Zeitung herausfand, könnte der Verwaltungsbeamte, der die rechtsterroristischen Vereinigung „Gruppe S.“ unterstützt haben soll, dienstliche Erkenntnisse der Behörde über die Reichsbürgerszene gesammelt haben. Außerdem soll er sich mit gleichgesinnten Kollegen vernetzt haben.

Weitere Polizeimitarbeiter unter Verdacht

Durch die Ermittlungen gegen ihn stehen nun auch zwei weitere Mitarbeiter der Polizei Hamm unter Rechtsextremismusverdacht. Das nordrhein-westfälische Landesinnenministerium kritisiert, dass die Dienststelle den Mann trotz Hinweisen nicht genauer überprüft habe. Schon lange vor seiner Festnahme soll der Beamte mit Reichsbürger-Aufklebern an seinem Auto und einem Thor-Steinar-Pullover aufgefallen sein.

Bundesanwaltschaft: Anschläge geplant

Im Februar waren zwölf Männer in verschiedenen Bundesländern festgenommen worden, die sich zu der rechtsextremen Terrorvereinigung „Gruppe S.“ zusammengeschlossen haben sollen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen vor, Anschläge auf Politiker und Moscheen geplant zu haben.