Spuren von „NSU 2.0“-Drohschreiben führen nach Hamburg und Berlin

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Vier Polizisten haben Daten der Opfer in Computern abgerufen. Kurz darauf wurden die rechtsextremen Drohschreiben verschickt

DERSTANDARD

Im Fall der rechtsextremen Drohschreiben mit dem Absender „NSU 2.0“ in Deutschland verfolgen die Sonderermittler einem Medienbericht zufolge Spuren in Hamburg und Berlin. Foto: imago images/ZUMA Wire/Sachelle Babbar

Im Fall der rechtsextremen Drohschreiben mit dem Absender „NSU 2.0“ in Deutschland verfolgen die Sonderermittler einem Medienbericht zufolge Spuren in Hamburg und Berlin. Wie WDR und „Süddeutsche Zeitung“ (Montagsausgabe) berichteten, haben sie in beiden Städten vier Polizeibeamten als mögliche Verdächtige im Blick. Alle seien bereits vernommen worden, dürften jedoch weiter zum Dienst erscheinen.

Neugierde und Wut

In Hamburg soll es sich um eine Beamtin des Reviers Hamburg-Mitte sowie einen Beamten des Reviers Hamburg-Neugraben handeln. Sie sollen unabhängig voneinander private Daten der „taz“-Autorin Hengameh Yaghoobifarah in Polizeicomputern abgerufen haben, kurz bevor Yaghoobifarah anonyme Drohungen erhielt.

Die Beamten gaben dem Bericht zufolge an, die Daten aus Neugier beziehungsweise aus Wut über eine Kolumne in der „taz“ im Polizeicomputer abgefragt zu haben. Aus Sicht der Sonderermittler gibt es demnach aber bisher keine Belege dafür, dass sie die Daten genutzt oder weitergegeben haben.

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