Frankreich: Die Infizierten werden immer jünger

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In Frankreich sind die Corona-Infektionszahlen stark gestiegen. In einigen Städten herrscht nun sogar auf der Straße eine Maskenpflicht. Was auffällt: Es sind besonders oft junge Menschen, die sich infizieren. Woran könnte das liegen?

Michaela Wiegel | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Passanten in einer Pariser Einkaufsstraße: In einigen französischen Städten herrscht allgemeine Maskenpflicht – auch auf der Straße. Bild: dpa

Eine Woche nach Schulbeginn blickt Frankreich besorgt auf die hohe Zahl von Neuansteckungen. Gesundheitsminister Olivier Véran warnt, wenn sich die Infektionszahl weiter so exponentiell entwickle, werde es bald auch wieder mehr Patienten auf den Intensivstationen geben. In den vergangenen 24 Stunden wurden mehr als 8500 Neuinfektionen gemeldet.

Die französische Regierung befürchtet eine zweite Welle und will alles tun, um einen rigorosen Lockdown wie im Frühjahr zu verhindern. Zwischen dem 17. März und dem 11. Mai war das Land quasi zum Stillstand gekommen, 8,6 Millionen Franzosen erhielten Kurzarbeitergeld. Die strikten Ausgangsbeschränkungen halfen dabei, die Epidemie in den Griff zu bekommen.

Doch jetzt schlägt die staatliche Gesundheitsbehörde Santé publique France abermals Alarm: „Die Dynamik der stark zunehmenden Ansteckungen ist besorgniserregend.“ In 19 Départements ist die Schwelle von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner überschritten worden. 28 Départements zählen seit dem Wochenende zur „roten Zone“, in der Bewohner zu besonderer Vorsicht aufgerufen sind.

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