Wie Großkonzerne Emissionen auslagern


Ausgelagerte Klimaschuld: Ein Fünftel der globalen Treibhausgas-Emissionen gehen auf die Lieferketten multinationaler Konzerne zurück, wie nun eine Studie enthüllt. Die von diesen Konzernen ins Ausland verlagerten Produktionsstätten treiben die CO2-Bilanz von Ländern wie China, Indien und Südostasien in die Höhe, ohne dass die Verursacher dafür die Zeche zahlen müssten, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Climate Change“.

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Die Verlagerung der Produktion ins Ausland verschleiert den großen Anteil der multinationalen Lieferketten an den globalen CO2-Emissionen. Hier zu sehen sind die Verladekais des Hafens von Hongkong ©tampatra/ iStock

Die Globalisierung führt dazu, dass Handelswege und Lieferketten immer internationaler werden. Dabei sind es vor allem die reichen Industrieländer, die die Produktion ihrer Konsumgüter und Lebensmittel zunehmend in ärmere Ländern verlagern, weil dort Lohn- und Materialkosten geringer sind. Gleichzeitig werden damit auch die Umweltfolgen ausgelagert – von der Gefährdung der Biodiversität über die Wasserknappheit bis zur Emission von Treibhausgasen.

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