Fleur fatale: Der Blaue Eisenhut wächst mitten unter uns – es ist die giftigste Pflanze Europas


Schon kleinste Mengen der Alpenblume können tödlich sein. Spezialisierte Gärtnereien führen die Pflanze trotzdem im Angebot. Die wichtigsten Fakten einer gefährlichen Schönheit.

Robin Schwarzenbach | Neue Zürcher Zeitung

Blauer Eisenhut ist schön anzusehen – aber auch sehr, sehr giftig. Imago

Andere Bezeichnungen sind allerdings weniger erbaulich: Teufelskappe, Ziegentod, Würgling.

Das kommt nicht von ungefähr: Der Blaue Eisenhut gilt als die giftigste Pflanze in ganz Europa. Sämtliche Teile – Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten – können Intoxikationen hervorrufen. Für starke Reizungen der Schleimhäute reichen bereits kleinste Mengen im Milligramm-Bereich. Für Landwirtschaftsbetriebe ist das ein Risiko: Die wilden Stauden wachsen vor allem auf Alpweiden, da, wo Kälber grasen.

Im August beobachtete ein Hirte in einem Bergkanton, wie mehrere Jungtiere an Eisenhüten knabberten und ganze Blütenköpfe abbissen. Einige Tiere sollen daraufhin apathisch geworden sein sowie Schluckbeschwerden, Schaum vor dem Mund und Lähmungserscheinungen entwickelt haben. So schildert es der Mann der NZZ. Die Symptome klingen ähnlich wie jene Beschwerden, die von Menschen dokumentiert sind, die Stücke von Blauem Eisenhut eingenommen haben.

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