Griechische Regierung: Migranten haben Feuer in Moria gelegt

Bild von kalhh auf Pixabay

Die Regierung in Athen wirft Geflüchteten vor, das Lager auf Lesbos angezündet zu haben. Sicherheitskräfte hindern offenbar Hilfsorganisationen, zu den Menschen am Brandort zu gelangen.

Süddeutsche Zeitung

Die griechische Regierung behauptet, dass Migranten den Großbrand im Camp Moria selbst gelegt haben. „Das Feuer wurde von Menschen gelegt, die Asyl beantragt haben – als Reaktion auf die wegen des Coronavirus verhängte Quarantäne“, sagte Regierungssprecher Stelios Petsas. Es handele sich um Menschen, die „ihr Gastland nicht respektieren“, so Petsas.

Mit solchen Aktionen torpedierten diese Menschen jede Lösung. „Wir sagen es ihnen klipp und klar: Sie werden nicht wegen des Feuers die Insel verlassen. Das können sie vergessen.“ Gelungen sei den Brandstiftern lediglich, Tausende Menschen – darunter Familien – obdachlos zu machen, kritisierte Petsas. Der Nachrichtenagentur Ana zufolge bleiben aber nicht alle Menschen aus dem Camp auf der Insel Lesbos. Inzwischen wurden demnach 400 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf drei Flügen nach Thessaloniki im Norden Griechenlands gebracht.

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