Geheimdossier „Opalgrün“: Wusste der Verfassungsschutz von geplantem Anschlag in Berlin?

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Der Amri-Untersuchungsausschuss befasst sich am Freitag mit zwei Vertrauten des Breitscheidplatz-Attentäters. Wie genau kannte der Geheimdienst Amris Kontakte?

Sabine Beikler | DER TAGESSPIEGEL

Zwei Amri-Vertraute kundschafteten auch das Gesundbrunnen-Center aus.Foto: Paul Zinken/dpa

Unter großer Geheimhaltung tagt der Amri-Untersuchungsausschuss an diesem Freitag ausnahmsweise in der Berliner Innenverwaltung und nicht im Abgeordnetenhaus. Dort ist der Geheimschutzraum zu klein, um den pandemiebedingten Abstand wahren zu können.

Der Ausschuss wird unter anderem zwei V-Mann-Führer und eine leitende Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes anhören. Nach Tagesspiegel-Informationen gibt es in der Abteilung Verfassungsschutz der Innenverwaltung einen geheimen Vorgang unter dem Titel „Opalgrün“. Es soll dabei auch um einen geplanten Anschlag in Berlin während des Fastenmonats Ramadan 2016 gehen.

Im Januar wurde der Islamist Magomed-Ali C. aus dem Umfeld von Amri wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Deutschland und wegen eines Explosionsverbrechens zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Er soll gemeinsam mit dem in Frankreich inhaftierten Islamisten Clement B. unter anderem das Gesundbrunnen-Center als mögliches Anschlagsziel ausgekundschaftet haben.

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