Erdogan gegen Macron – hier entsteht ein gefährlicher Konflikt


Frankreichs Präsident Macron hat Erdogans Verhaltens im Gasstreit „inakzeptabel“ genannt. Ankara wiederum verhöhnt Macron als „Möchtegern-Napoleon“.

Susanne Güsten | DER TAGESSPIEGEL

Recep Tayyip Erdogan (links) und Emmanuel Macron sind laut Macron „keine Partner mehr“.Foto: OZAN KOSE / AFP

Die Türkei hat dem Bündnis aus Griechenland und Frankreich im Mittelmeer-Streit den Kampf angesagt. Die Regierung in Ankara verhöhnte den französischen Präsidenten Emmanuel Macron als „Möchtegern-Napoleon“ und wies Sanktionsdrohungen der EU-Mittelmeerländer am Freitag mit scharfen Worten zurück.

Athen und Paris drängen auf Strafmaßnahmen der EU gegen die Türkei. Frankreich will Kampfflugzeuge an Griechenland liefern. Zwei Wochen vor der EU-Entscheidung über Sanktionen hat es Deutschland als Vermittler schwer.
Fahrettin Altun, Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, warf Macron auf Twitter Großmachtsambitionen und die Bewaffnung von Rebellen in Libyen vor; damit habe Frankreich der Nato geschadet. Ömer Celik, Sprecher der Regierungspartei AKP, bezeichnete Macrons Haltung als „kolonialistisch“.

Der französische Präsident hatte bei einem Treffen der sieben EU-Mittelmeerländer Frankreich, Italien Spanien, Portugal, Malta, Griechenland und Zypern am Donnerstag gesagt, die Türkei sei im östlichen Mittelmeer „kein Partner mehr“. Das Verhalten Erdogans sei „inakzeptabel“.

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