Fatale Kombination zerstört Alaskas Riffe


Der Mensch hat den Klimawandel und den Verlust vieler Tierarten verursacht – wie fatal sich die Kombination auswirken kann, verdeutlicht nun eine Studie: Ohne die Kontrolle durch Seeotter und mit Unterstützung des Klimawandels zerfressen nun Armeen von Seeigeln immer mehr die ökologisch wichtigen Kalkalgenriffe Alaskas. Den Ergebnissen zufolge hat erst die Verknüpfung beider Faktoren zum Überschreiten eines Kipppunktes geführt. Es gibt allerdings eine Hoffnung: Möglicherweise könnte die Wiederherstellung der Seeotterpopulationen das Ökosystem erneut stabilisieren, sagen die Forscher.

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Seeigel zernagen die Kalkalgenriffe um die Aleuten. (Bild: J. Tomoleoni/USGS)

Die Korallenriffe der tropischen Meere sind für ihre Artenvielfalt und ihre weitreichende Bedeutung für die Lebewesen der Ozeane bekannt. Doch auch kühle Meeresregionen haben Ähnliches zu bieten. Im Bereich der Aleuten Alaskas bildet die Kalk-ausscheidende Rotalge Clathromorphum nereostratum komplexe Strukturen am Meeresboden aus, die vielen Organismen Lebensraum bieten und auch den Seetang-Wäldern der Küstenbereiche als Unterlage dienen. Ein natürlicher Fressfeind der Riff-bildenden Algen sind Seeigel. Um sich vor ihnen zu schützen, produzieren die Algen Skelette aus Kalk. Doch die Seeigel lassen sich davon nur bedingt abhalten – sie können sich durch die Schutzschicht bohren.

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