Die persönliche Bilanz der Kommissionschefin hat Licht und Schatten


Am Mittwoch hält EU-Kommissionschefin von der Leyen ihre Rede zur Lage der Gemeinschaft. Nach gut neun Monaten im Amt ist ihre bisherige Bilanz durchwachsen.

Albrecht Meier | DER TAGESSPIEGEL

Vor fünf Jahren machte es sich der damalige EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zur Aufgabe, im Herbst jedes Jahres vor dem Europaparlament eine Rede zur Lage der Europäischen Union zu halten. Am kommenden Mittwoch ist nun Junckers Nachfolgerin Ursula von der Leyen mit ihrer ersten „State of the Union“-Rede dran. Dabei dürfte die frühere Bundesverteidigungsministerin einen Überblick geben, der voraussichtlich von der schwierigen Wirtschaftslage der Gemeinschaft in der Corona-Krise bis zu den außenpolitischen Herausforderungen für die EU reichen wird.

Als von der Leyen im vergangenen Dezember das Amt der Kommissionschefin übernahm, konnte sie noch nicht ahnen, dass die Pandemie zur entscheidenden Herausforderung für sie werden würde. Fünf Jahre beträgt die Amtszeit eines Kommissionspräsidenten oder einer -präsidentin. Aber auch nach gut neun Monaten stellt sich bereits die Frage, was von der Leyen in Brüssel überhaupt erreicht hat.

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