„Schande für die NRW-Polizei“: Rechtsextreme Chatgruppen aufgedeckt


29 Polizistinnen und Polizisten sollen sich rechtsextreme Bilder mit „widerwärtigste Hetze“ zugesendet haben. Nun rückten 200 Beamte zu einer Razzia gegen sie aus.

DER TAGESSPIEGEL

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, blickt während einer Pressekonferenz in die Runde. IFoto: Marius Becker/dpa

Mehr als 200 Beamte der nordrhein-westfälischen Polizei sind am Mittwoch mit einer Razzia gegen Kollegen vorgegangen, die in Chatgruppen rechtsextremistische Hetze verbreitet haben sollen. Es seien insgesamt 34 Polizeidienststellen und Privatwohnungen durchsucht worden, sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf. In den Chatgruppen soll nach seinen Worten „übelste und widerwärtigste Hetze“ betrieben worden sein.

In den fünf aufgedeckten rechtsextremen Chat-Gruppen wurden laut Reul (CDU) 126 Bilddateien verteilt, darunter Fotos von Adolf Hitler, aber auch zum Beispiel die fiktive Darstellung eines Flüchtlings in einer Gaskammer. Eine der Chatgruppen sei wahrscheinlich bereits im Jahr 2013 gegründet worden, spätestens im Mai 2015.

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