Bayerischer Landtag: AfD-Fraktion bricht im Streit ihre Herbstklausur ab


Nach nur einem statt drei Tagen ist Schluss: Die heillos verkrachten Fraktionsflügel der Partei können sich nicht einmal auf eine gemeinsame Tagesordnung einigen.

Johann Osel | Süddeutsche.de

Fähnchen mit dem Logo der AfD (Symbolbild) (Foto: dpa)

Die zwei Lager in der zerstrittenen AfD-Fraktion wollen ihre Interpretation der Herbstklausur getrennt der Öffentlichkeit vorstellen. Die eigentlich dreitägige Tagung wurde am Mittwochnachmittag im Clinch vorzeitig abgebrochen – es soll offenbar nicht mal eine gemeinsame Tagesordnung Konsens gefunden haben. Für Donnerstag hat die Fraktionsspitze um die Chefs Katrin Ebner-Steiner und Ingo Hahn einen Pressetermin angesetzt. Die Gruppe ihrer Gegner plante dem Vernehmen nach eine separate Veranstaltung, sie wurde für Mittwochabend erwartet.

Überlagert vom internen Machtkampf waren die 20 AfD-Abgeordneten am Dienstag in Klausur gegangen. Ende Mai war ein Abwahlantrag gegen die Führung an einer dazu nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit gescheitert; zwölf von 20 Mitgliedern hatten sich aber gegen die Chefs gestellt. Mit der einfachen Mehrheit wollten sie in der Klausur einen internen „Umbau“ forcieren und ihrem offiziellen Vorstand die Privilegien nehmen.

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