Reul lobt Beamte, die nicht wegschauen

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NRW-Innenminister Reul hat eine radikale Aufarbeitung des Skandals um rechtsextreme Chats bei der Polizei angekündigt. Die Dimension des Falls sei unterschätzt worden. Die Zahl der involvierten Beamten stieg auf 30.

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NRW-Innenminister Reul: „Was ich da gestern gesehen habe, hat eine Dimension in einer Abscheulichkeit, die ich nicht für möglich gehalten habe.“ | Bildquelle: dpa

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat eine schonungslose Aufklärung des Rechtsextremismus-Skandals bei der nordrhein-westfälischen Polizei zugesagt.

„Wir werden das aufarbeiten, radikal und bis ins kleinste Detail“, sagte der CDU-Politiker im Landtag in Düsseldorf. Dabei äußerte er die Sorge, dass der Fall noch größere Ausmaße annehmen könne.

Zahl der Suspendierten steigt

In Nordrhein-Westfalen waren fünf rechtsextreme Chatgruppen aufgedeckt worden, an denen Polizistinnen und Polizisten beteiligt gewesen sein sollen. Die Zahl der Betroffenen stieg laut Reul um eine Beamtin auf 30 Personen. Gegen 14 liefen Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Entfernung aus dem Dienst.

Mit 26 Beamten habe der größte Teil der unter Verdacht stehenden Beamten im zum Polizeipräsidium Essen gehörenden Mülheim an der Ruhr Dienst geleistet.

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