Frühkindliche Funktionsverschiebung


Warum brauchen wir Schlaf und Babys so besonders viel davon? Forscher liefern nun neue Hinweise auf die Bedeutung des noch immer mysteriösen Ruhezustands. Aus ihren Analysen von umfangreichen Schlafdaten geht hervor, dass im Alter von etwa zweieinhalb Jahren die primäre Rolle des Schlafs vom Aufbau der Nervenverbindungen recht abrupt zur Pflege und Reparatur des Gehirns übergeht. Diese Funktionsverschiebung scheint es auch bei anderen Säugetieren in ähnlichen Entwicklungsstadien zu geben, sagen die Wissenschaftler.

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Im Kleinkindalter verändert sich die Bedeutung des Schlafs. (Bild: dragana991/iStock)

Ohne geht’s nicht: Schlafentzug kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen und chronischer Schlafmangel macht Mensch und Tier krank, belegen viele Studien. Trotz der offensichtlich großen Bedeutung des Ruhezustands, der etwa ein Drittel unseres Lebens einnimmt, gibt es noch immer viele Unklarheiten über die genauen Funktionen des Schlafs und warum sich seine Merkmale im Lauf des Lebens verändern. Ein Grundprinzip ist allerdings klar: Während des Schlummers legt nur der Körper eine Ruhepause ein – das Gehirn aber nicht.

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