Kopftuch-Eklat im französischen Unterhaus


Der Auftritt einer Studentenführerin mit Kopftuch vor der Nationalversammlung löste Protest aus. Religiöse Symbole sind dort zwar erlaubt, dennoch kam der Vorwurf, die Frau bewerbe Islamismus.

Die Presse

Maryam Pougetoux bei einem früheren Interview. Screenshot

Nach dem Auftritt einer Kopftuchträgerin in Frankreichs Nationalversammlung haben Parlamentarier ein Verbot solcher „religiöser Symbole“ verlangt. Abgeordnete der Regierungspartei La République en Marche (LREM) von Präsident Emmanuel Macron und der konservativen Republikaner äußerten sich am Freitag „schockiert“ über den Vorfall und verurteilten ihn als Zeichen eines „militanten Islamismus“.

Eine Vertreterin des größten französischen Studierendenverbands UNEF, Maryam Pougetoux, war am Donnerstag bei einer Anhörung zur Corona-Pandemie in der Nationalversammlung mit einem Hidschab aufgetreten – einem Kopftuch, das Haare, Ohren und Hals bedeckt. Aus Protest verließen Abgeordnete den Saal.

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